Rennbericht aus Sebring:
Die Erfolgsstory des Audi R8 geht weiter. Zum Auftakt der Sportwagen-Saison 2005 feierte Audi beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA) vor einer Rekordkulisse von 180.000 Zuschauern den sechsten Doppelsieg in Folge. Audi stellte damit den aus dem Jahr 1981 stammenden Rekord von sechs aufeinander folgenden Doppelsiegen einer Marke ein. Seit seinem Debüt im März 2000 ist der Audi R8 in Sebring ungeschlagen.
"Diese Siegesserie zeigt, dass Audi auch auf der Rennstrecke Vorsprung durch Technik unter Beweis stellt", erklärte Prof. Dr. rer. nat. Martin Winterkorn. Der Vorsitzende des Vorstands der AUDI AG gab den seit 1952 ausgetragenen Langstreckenklassiker um 10:45 Uhr Ortszeit als Ehrenstarter mit der grünen Flagge frei. Was folgte, war eine eindrucksvolle Demonstration überlegener Technik und Zuverlässigkeit: Zwölf Stunden lang liefen die beiden Audi R8 des Teams ADT Champion Racing trotz enorm hohen Tempos ohne das geringste technische Problem und ohne außerplanmäßige Boxenstopps.
In der Anfangsphase wechselten sich die Audi Piloten an der Spitze mit dem schnellsten MG Lola ab. Auf der Material mordenden Strecke in Florida war aber besonders die sprichwörtliche Zuverlässigkeit des Audi R8 entscheidend. Technische Probleme warfen die Verfolger immer weiter zurück, so dass die beiden Audi R8 im Ziel einen Vorsprung von 20 Runden auf den drittplatzierten MG Lola hatten.
Auch Team-intern schenkten sich die Audi Mannschaften nichts: Immer wieder wechselte die Führung zwischen den beiden R8. Auch zwei nach Kollisionen gegen den Audi #2 verhängte Stop-and-Go-Strafen und ein vorgezogener Fahrerwechsel beim Audi R8 #1 brachten keine Vorentscheidung. Mehrere Safety Car-Phasen und das identische Tempo sorgten dafür, dass beide Fahrzeuge stets in Schlagdistanz zueinander blieben.
In der Schlussphase des Rennens ging es um Zehntelsekunden. Die etwas Glücklicheren waren schließlich Tom Kristensen, JJ Lehto und Marco Werner, die dem Team ADT Champion Racing den ersten Sieg beim "Heimspiel" in Sebring schenkten. Frank Biela, Allan McNish und Emanuele Pirro komplettierten mit lediglich 6,365 Sekunden Rückstand den Doppelsieg des größten Audi Händlers der USA.
Für Tom Kristensen war der Sieg ein ganz besonderer: Nach Olivier Gendebien, Phil Hill, Mario Andretti, Hans-Joachim Stuck und Frank Biela ist der Audi Werksfahrer erst der sechste Pilot, dem drei Sebring-Siege gelangen.
Frank Biela zum Rennen in Sebring:
"Klar wäre es schön gewesen, zu gewinnen, wenn der Sieg schon so greifbar nahe ist. Doch wenn und aber gibt es nicht.
Es war ein sehr spannendes, sehr enges Rennen. Für Champion Racing ist es ein super Ergebnis. Wir sind mit dem, was wir hier gezeigt haben, sehr zufrieden.
Jetzt bin ich sicher, dass es eine tolle Saison wird. Dieses Rennen hat viel Spaß gemacht."
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