Die 12 h von Sebring als Generalprobe für Le Mans
Als weltweit erster Automobilhersteller peilt die AUDI AG den Gesamtsieg bei den legendären 24 Stunden von Le Mans mit einem Diesel-Sportwagen an. Der nächste wichtige Stichtag in diesem ehrgeizigen Projekt ist Samstag, der 18. März: Dann startet Audi mit zwei R10-Sport-Prototypen beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (US-Bundesstaat Florida).
Der Langstreckenklassiker, der seit 1952 ausgetragen wird, ist das bedeutendste Sportwagen-Rennen der USA, Auftakt der American Le Mans-Serie und für Audi Sport vor allem die Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans am 17./18. Juni: Der auf einem ehemaligen Flugplatz errichtete Kurs von Sebring gilt als extreme Belastungsprobe für Mensch und Material und war schon beim
erfolgreichen R8-Projekt ein perfekter Härtetest mit Blickrichtung Le Mans. Technik, die sich in Sebring bewährt, funktioniert erfahrungsgemäß auch beim doppelt so langen und noch schnelleren Rennen in Le Mans. Grund dafür sind vor allem die Bodenwellen der amerikanischen Rennstrecke, aber auch das in der Regel sehr schwüle und warme Wetter in Florida, das die Motoren fordert.
Audi Sport hat mit dem neuen R10 Ende Januar und Anfang Februar zweimal in Sebring getestet und dabei einige "Kinderkrankheiten" aufgedeckt, die inzwischen ausgemerzt sind. Mit Frank Biela/Emanuele Pirro/Marco Werner sowie Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish sind die beiden R10 des Teams Audi Sport North America in Sebring hochkarätig besetzt. Mit Ausnahme von Tom Kristensen haben
alle Audi Piloten den R10 bereits getestet. Der Le Mans-Rekordsieger wird bei den Testfahrten im Vorfeld des Rennens ausreichend Gelegenheit erhalten, sich auf die Besonderheiten des Diesel-Sportwagens einzustellen.
Der Audi R10 wird von einem rund 650 PS starken V12 TDI-Motor angetrieben, der über ein maximales Drehmoment von mehr als 1.100 Newtonmeter verfügt. Er tritt die Nachfolge des Audi R8 an, der mit 61 Siegen bei bisher 77 Renneinsätzen der erfolgreichste Le Mans-Prototyp aller Zeiten ist.
Mit dem R8 hat Audi das 12-Stunden-Rennen in Sebring seit 2000 sechsmal in Folge gewonnen. Der R8 ist damit der erfolgreichste Sportwagen dieses Rennens. Sebring-Historie könnten am 18. März auch die beiden Audi Werkspiloten Frank Biela und Tom Kristensen schreiben: Beide haben hier schon dreimal gewonnen.
Einer von ihnen könnte nun der erste Fahrer der Geschichte werden, der zum vierten Mal siegt.
Die Sebring-Woche beginnt für die Audi Mannschaft bereits am Sonntag, den 12. März mit der Technischen Abnahme der beiden neuen R10. Ab Montag sind die Autos in Sebring auf der Strecke. Das Qualifying steht am Donnerstag auf dem Programm, das Rennen wird am Samstag um 10:43 Uhr Ortszeit (16:43 Uhr in Deutschland)
gestartet und endet nach zwölf Stunden bei Dunkelheit. Um 22:43 Uhr steht fest, ob sich der R10 bei einem ersten Härtetest bewährt hat.
Frank Bielas Vorschau zum Rennen in Sebring

"Die Erwartungen sind bei uns immer hoch – auch beim Debüt des R10. Auto und Motor sind neu. Ich denke aber, dass wir uns gut vorbereitet haben. Bei den Tests lief eigentlich alles gut, und wir konnten das Potenzial aufdecken. Von daher freuen wir uns auf die Premiere in Sebring und wollen dort alle für Audi einen guten Job machen."
Hier finden Sie Bilder rund um das Rennen in Sebring
Hier finden Sie einen Bericht zu den Testsitzungen in Sebring
Frank Biela startet aus Reihe 1
Audi siegt in Sebring, Frank Biela scheidet vorzeitig aus.
Hier finden Sie nach Rennende einen Bericht zum Rennen
Quelle & Copyright: Audi-Sportpress, ALMS
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